Heizung

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Heizung effizient auslegen und Heizkosten sparen -Welche Heizung eignet sich für Sie am besten?

Der Wärmemarkt bietet heutzutage so viele unterschiedliche technische Lösungen an, dass uns ein kurzer Überblick über die unterschiedlichen zukunftsweisenden Heizungstypen sinnvoll erscheint. Welche Heizung Sie letztendlich einsetzen, hängt von unterschiedlichen Kriterien ab - vom verfügbaren Energieträger, von der benötigten Leistung und sicher auch von Ihren individuellen Ansprüchen.

Die Öl-Brennwerttechnik

ist für Sie sinnvoll, wenn Sie bereits einen Öltank besitzen oder einen entsprechenden Raum nutzen können. Sie möchten einen Wärmeerzeuger, der Ihnen ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis anbietet. Und Ihnen ist bewusst, dass diese Brennwerttechnik aufgrund der Bio-Öle zukunftssicher sind. Erdöl ist ein zuverlässiger und energiereicher Brennstoff, allerdings nicht unbegrenzt vorhanden. Falls Ihre Heizung älter als 25 Jahre ist, wird viel Energie wirkungslos verbrannt. Eine Alternative kann ein sehr effizienter Öl-Brennwertkessel in Kombination mit Solartechnik sein.

Die Gas-Brennwerttechnik

macht vor allem dann Sinn, wenn Sie keinen Keller haben und ein Gasanschluss bereits vorhanden ist. Aufgrund von Bio-Gas hat die Gas-Brennwerttechnik durchaus Zukunft. Besitzen Sie eine Gas-Heizungsanlage, die älter als 25 Jahre ist? Dann werden Sie viel Energie verschenken, weil Wärme ungenutzt durch den Schornstein entweicht. Tauschen Sie Ihre alte Heizung gegen einen modernen Gas-Brennwertkessel aus und kombinieren Sie diesen mit Solartechnik, können Sie bis zu 35 Prozent Energie einsparen.

Hybrid-Lösungen

kombinieren die Wärmeversorgung von zwei Wärmeerzeugern, zum Beispiel Gas und Solarstrom. Durch die Nutzung des Eigenstroms, den Sie mit einer Photovoltaik-Anlage generieren, sind Sie unabhängiger vom Stromversorger und heizen äußerst günstig.

Eine Holz-Heizung oder Pellet-Heizung

sollten Sie in Betracht ziehen, wenn Sie einerseits von Öl und Gas unabhängig sein möchten, andererseits die hohen Investitionskosten nicht scheuen. Wichtig wäre ein Vorratsraum für die Holzscheite bzw. Pellets, und Sie benötigen einen Pufferspeicher, der bis zu 1.000 Liter Inhalt fassen sollte. Moderne Heizungen mit Holz und Pellets sind umweltfreundlich und sie heizen wirtschaftlich, nachhaltig und sicher. Die Ökobilanz von Holz ist sehr gut, da während der Verbrennung nur so viel CO² abgegeben wird, wie die Bäume beim Wachsen aufgenommen haben. Außerdem stammt das Brennmaterial in der Regel aus heimischer Forstwirtschaft. Lange Transportwege entfallen.

Wärmepumpen

sind nach einem verblüffend einfachen Prinzip konstruiert. Die Technik funktioniert ähnlich wie beim Kühlschrank - nur umgekehrt. Eine Wärmepumpe holt sich die Wärme von außen und verdampft damit das im Gerät enthaltene Kältemittel. Der Dampf wird verdichtet, so entsteht die notwendige Temperatur für die unterschiedlichen Heiz-Systeme.

Eine Wärmepumpe ist für Sie interessant, wenn Sie eine Fußboden-Heizung oder großzügig bemessene Heizflächen besitzen. Das Haus sollte gut wärmegedämmt sein, und Sie benötigen Platz für einen Pufferspeicher, der bis zu 1.000 Liter Inhalt fasst. Um die Wärmepumpe zu installieren, gibt es drei Möglichkeiten: Entweder führen Sie auf Ihrem Grundstück die notwendige Bohrung durch, oder Sie bringen alternativ einen Eisspeicher ein, oder Sie können für eine Luft-Wärmepumpe einen Aufstellplatz realisieren. Sie sind unabhängig von Öl und Gas, sollten die hohen Investitionskosten jedoch nicht scheuen.

Eine stromerzeugende Heizung

ist ebenfalls eine sehr sparsame und vor allem ökologische Variante. Hinzu kommt die Möglichkeit, sich eine staatliche Förderung zu sichern. Eine Kraft-Wärme-Kopplung überzeugt durch die sehr hohe Energie-Effizienz. Die Strom erzeugende Heizung produziert Strom und Wärme genau dort, wo sie jeweils benötigt werden.